img-20160912-wa0009

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vom Surental ins Wiggertal

Eigenartiges trug sich vergangenen Sonntag frühmorgens im Lätten hoch oberhalb Winikon zu. Rotbehutete blaubejackte Wesen fanden sich, von verschiedenen Seiten herkommend wie bei einem Sternmarsch, beim Wegweiser Lätten 731 Meter ü. M., dem vereinbarten Treffpunkt ein.

Nicht Jäger oder Radiowanderer waren es, nein der Frauen- und Damenturnverein Winikon mit BAFRI Turnfesthüten machte sich auf, vom Surental her das Wiggertal zu erkunden. Los ging es dann in herrlicher Morgenstimmung Richtung Reider Lätten wo sich dann nach einer Stunde auch das Rätsel löste warum zwei  der Wanderinnen so schwere Rucksäcke stemmten. Ein erster Stopp war angesagt und ein zünftiger Apéro wurde serviert. Muntere Gespräche, lockere Stimmung und weiter gings über die Hochebene Richtung Moosersagi  und wieder hoch über den Fuchshubel zum Neuhof Richtung  Heitereplatz. Die angenehmen Waldwege waren ideale Pfade an diesem heiss- schwülen Frühherbsttag. Nach gut 3 Stunden erreichten wir dann den Heitereplatz in Zofingen und alle waren beeindruckt ob der schönen Natur und der weiten Rundsicht auf diesem so beliebten Platz.

Jetzt wurden die Rucksäcke ausgepackt und manche staunten was da alles aufgetischt wurde. Mangels Feuerstelle wurde selbst der präsidiale Cervelat kurzerhand in ein Waldfäscht verwandelt. Bei einigen war der Glust so stark, dass direkt nach der Vorspeise zuerst die süsse Nachspeise und danach das Gesunde verspiesen wurde. Auf den Powerdrink folgte der Powernap und bei geselligen Gesprächen verflog die Mittagszeit im Nu. Die Sehnsucht nach einem herrlichen Kaffee zog uns bald ins historische Städtli Zofingen.

Am Nachmittag fühlten wir uns ins vergangene Jahrhundert zurückversetzt, als eine barfüssige Marktfrau uns beim Niklaus Thut Brunnen erwartete. Bei einem eindrücklichen Rundgang durch das Städtli berichtete sie uns mit feinem Humor, vollgepackt mit Anekdoten und Sprichwörter über das harte Leben zu jener Zeit und vor allem das schwierige Frausein im Mittelalter.

Froh, dass wir nicht zuerst das Mehl mahlen und selbst kochen mussten, genossen wir zum Znacht eine herrliche Pizza und anschliessend gings mit Zug und Bus wieder zurück ins wunderschöne Surental. Ein herzliches Dankeschön an die beiden Organisatorinnen Sandra und Caroline für die tolle Reise, das Sprichwort warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah, hat sich einmal mehr bewahrheitet.

 

Marta Heller, Winikon

 

 

 

 

 IMG_6399
Kurz vor 9:00 Uhr, bei wunderschönem Wetter, stiegen 17 fröhliche Frauen bei der Post Winikon in den Bus Richtung Schöftland. Dort ging es weiter mit dem Tram nach Aarau und mit dem Zug Richtung Schaffhausen. Bald erreichten die Turnerinnen das Ziel und das zentral gelegene Tourismusbüro, wo die Rucksäcke deponiert werden konnten. Für das Mittagessen hatte die Schar freie Zeit zur Verfügung, die Einen genossen ein Picknick am Rhein, die Anderen liessen sich in einem gemütlichen Restaurant nieder.Um halb drei fanden sich die Turnerinnen auf dem Herrenacker für eine Stadtführung ein. Frau Kunz, die Stadtführerin, führte die interessierten Frauen durch die mittelalterliche Altstadt, durch romantische Gassen mit altehrwürdigen Häusern und wunderschönen Erkern. Die Stadtführerin verstand es meisterlich, die Gruppe mit ihren spannenden Erzählungen in eine andere, längst vergangene Zeit eintauchen, und ein Stück Stadtgeschichte wieder aufleben zu lassen. Die im 16. Jahrhundert erbaute Festung Munot, welche heute noch das Stadtbild beherrscht, war gewissermassen das Sahnehäubchen der Führung. Im Turm wohnt noch immer der Wächter. Er läutet jeden Abend um 21:00 Uhr das Munotglöcken. Dies war ehemals das Zeichen zum Schliessen der Stadttore und der Wirtshäuser. Von den Zinnen konnte der weite Blick über die Stadt und den Rhein genossen werden. Ein malerischer Weg durch die Weinreben führte zurück in die Unterstadt zur Klosteranlage zu Allerheiligen und zum prachtvollen Haus zum Ritter.Nach einem Apéro in einem Gartenrestaurant der Altstadt marschierten die Turnerinnen los zur Jugendherberge Belair um die Zimmer zu beziehen. Die Herberge überraschte, war sie doch ein kleines Schloss mitten in einem wunderschönen Park. Das feine Abendessen wurde in einem schönen Restaurant im Herzen von Schaffhausen eingenommen. Der lauwarme Abend stand den Turnerinnen für freien Ausgang zur Verfügung. Endlich trafen dann zur späteren Stunden auch die letzten Stadtbummler in der Herberge ein. Als dann plötzlich noch der rabenschwarze Hunger auftauchte, wurde dieser bei nächtlicher Dunkelheit mit einem Waldfest aus dem Rucksack gebodigt.

Am Sonntagmorgen starteten die Turnerinnen gestärkt mit einem üppigen Frühstück in einen etwas kühleren Tag. Genau richtig für eine Wanderung durch die Rebberge. Mit dem Bus ging es bis zur Siblingerhöhe. Auf einer einsamen Strasse startete die Wanderung durch die wunderschönen Weingebiete des Klettgau. Am Mittag wurde inmitten des Weingebiest eine Rast eingelegt und aus dem Rucksack gepicknickt.

Nach insgesamt 3 Wanderstunden erreichten die Frauen das Grenzdorf Trasadingen. Wie es der Zufall wollte, feierte das Dorf an diesem Sonntag das alljährliche Weinfest. Unter dem Motto Western trafen sich Cowboys, Pferde und Indianer bei Musik auf den festlich geschmückten Dorfplätzen. Die Turnerinnen mischten sich unter die Leute und bestaunten die verblüffende, mottogerechte Dekoration. Nach diesem kurzweiligen Aufenthalt ging es mit dem Zügli wieder zurück nach Schaffhausen und weiter auf den Rückweg. Um 19 Uhr trafen die Turnerinnen gut gelaunt und wohlbehalten in Winikon ein. Den Organisatorinnen herzlichen Dank für diese gelungene Reise.

Monika Villanueva